Nix neues,
vgl. DWB Bd. 12 s.v. machen, Sp. 1366ff.
Zitat:
I. 4) machen, darstellen, vorstellen, einen charakter, eine eigenschaft aus sich heraus gestalten, eine rolle spielen: hört nur zu und merket wol drauf, dan hie wird ein kräh ein taub machen. FISCHART bienk. 107b; und du, klettre auf einen castanienbaum, wenn jemand kommt, so mach deine nachtigall (ahme die nachtigall nach, wie du gewöhnlich thust). GÖTHE 57, 171; dasz er den finken vergasz, und die nachtigall machte, und vor kurzer wuth liebend flötete. J. PAUL leben Fibels 18; ich bin die wachtel und Victor macht den hahn. FREYTAG handschr. 2, 376; diese anmaszung kann nicht berechtigen, den philosophen machen zu wollen. KANT 1, 191; ein altes weib, das die begeisterte macht. THÜMMEL 3, 156; na, so mach sie doch das kind nicht (spiele sie nicht das kind). LENZ 1, 270; dasz er .. sich angewöhnt hatte, im gespräch auf eine feine weise theils ironisch, theils spöttisch den sophisten zu machen. GÖTHE 19, 122; nun machte er sogleich als gast den wirth, spendete reichliche früchte an seine gespielen. 21, 14;
(sie) bedeckt ihr auge; macht die blinde,
lauscht aber durch die finger her.
BÜRGER 19a;
Bd. 12, Sp. 1367
doch bald, wie weiber: stolz, ihn heisz zu sehn,
macht sie die spröde, thut sie fremd und kühl.
FREILIGRATH dicht. 6, 201;